Warum es brave Mädchen in einer Beziehung schwer haben

„Brave Mädchen kommen in den Himmel, böse Mädchen überall hin.“ Leider hat meine Mutter mich so erzogen, immer lieb und nett zu sein, dann würde ich im Leben schon weit kommen. *hust* Wie weit das von der Wahrheit entfernt ist, durfte ich bereits in jungen Jahren erfahren.

Brave Mädchen sind langweilig

Diese Erkenntnis offenbarte sich mir an einem stinknormalen Abend beim Jugendtreff: Mein bester Freund saß neben mir und hörte sich meine endlosen Schwärmereien über einen Jungen an: „Meinst du, der mag mich?“ fragte ich meinen Kumpel. Woraufhin dieser erst ne Weile rumdruckste und dann schließlich antwortete: „Na ja, er hat mal gesagt, dass er dich zu brav findet.“ Ich war empört. Das hatte ich also davon, auf meine Mutter zu hören. Wirklich toll!

Zum Glück habe ich seit damals dazugelernt.

„Wer ist der frechste Mensch der Welt?“ Damit pflegt mein Liebster mich immer aufzuziehen. Und gaaanz die „Brave“ antworte ich auf diese eigentlich rhetorische Frage natürlich: „Du, mein Schatz!“ und grinse dabei frech. Aber genau DAS liebt er an mir. Dass ich eben nicht den Heiligenschein gefressen habe. Oder vielleicht genau das!

Aber was genau unterscheidet brave Mädchen von den Frechen?

Wenn du denkst freche Mädchen seien besonders schön oder hübsch, dann liegst du völlig falsch. Denn es ist nicht das Äußere, was brave Mädchen von den frechen Frauenzimmern voneinander unterscheidet, sondern die Art und Weise, wie sie mit Männern umgehen.

  • Meiner Beobachtung zufolge sind brave Mädchen von Natur aus eher schüchtern oder zurückhaltend. Oft wirken sie dadurch ernster oder „nur“ freundlich, kumpelhaft. In ihrem ganzen Auftreten wirken sie irgendwie gehemmt. Als ob sie mit festgezogener Handbremse durchs Leben fahren würden.
  • Was ihnen definitiv fehlt, ist eine gewisse Leichtigkeit, mit dem anderen Geschlecht unverbindlich zu flirten. Einfach aus Spaß. Ein bisschen necken, ein bisschen triezen. Natürlich immer mit einem Augenzwinkern, nie aus purer Bosheit!
  • Außerdem fordern sie von Männern nichts ein. Häufig neigen sie dazu, zu viel in eine Beziehung zu investieren. Sie knüpfen keine Bedingungen ans Zusammensein mit Männern.
  • Im Gegensatz zu den frechen Mädchen sind sie darüber hinaus weniger spontan, stattdessen viel berechenbarer.
  • Vor allem aber wissen brave Mädchen überhaupt nichts, mit ihrer Weiblichkeit anzufangen. Geschweige denn sie gezielt einzusetzen. Nicht umsonst spricht man von den „Waffen der Frauen“. Aber sie haben nie gelernt, damit umzugehen.

Zwei berühmte freche Mädchen

Wer das Frech sein meiner Meinung nach in vollendeter Perfektion beherrscht, sind zwei bekannte Figuren aus der Filmwelt. Du magst jetzt vielleicht denken: „Das sind doch keine real existierenden Personen.“ Stimmt natürlich! Aber als Beispiele sind sie für unsere Zwecke hervorragend geeignet. 😉

Erstens die bezaubernde Audrey Hepburn in ihrer Rolle als Holly Golightly in „Frühstück bei Tiffany“.

Zweitens Libuše Šafránková als das Aschenbrödel in „Drei Nüsse für Aschenbrödel“ – einer meiner Lieblingsfilme überhaupt.

Diese zwei verstehen es wie keine anderen Frauenzimmer, Männer um den Finger zu wickeln.

Jede auf ihre Art.

Holly plappert und schnattert, schmiert den Männern Honig ums Maul. Ja, sie nutzt sie sogar definitiv aus. Nichts, was ich persönlich befürworte, aber ihre Art ist dabei so charmant und liebenswürdig, dass man ihr nicht böse sein kann. Und schon gar nicht widerstehen.

Das Aschenbrödel ist keck, fordert den Prinzen mit Pfeil und Bogen heraus, läuft ihm im Wald davon. Und als der Prinz sie dann bei dem berühmten Tanz auf dem Ball fragt, ob sie ihn heiraten wolle, gibt sie ihm als Bedingung erst mal ein Rätsel auf. Bei alledem bleibt sie jedoch ganz natürlich und hat etwas Mädchenhaftes an sich.

Brave Mädchen versus freche Mädchen

Die Wahrheit ist: Männer wollen keine braven Mädchen! Jedenfalls nicht, wenn es um Pepp in einer Beziehung geht. Sagst du immer ja und amen zu allem, wird er dich auf lange Sicht nicht ernst nehmen. Denn damit demonstrierst du, dass du nicht auf Augenhöhe mit ihm bist. Lockst du ihn niemals und belohnst ihn nicht für seine Mühe, fehlt ihm das Spielerische in der Beziehung. Kann er jeden deiner Schritte vorausahnen, langweilt er sich irgendwann zu Tode.

Aber keine Sorge: Natürlich funktionieren auch stinknormale Beziehungen, in denen die Frau etwas braver ist. Schließlich will niemand, dass du dich verbiegst. 😉

Viel interessanter und aufregender sind jedoch von jeher die Frauen, die ihren eigenen Kopf haben und diesen auf charmante Art und Weise durchsetzen. Natürlich nicht ständig und nicht auf eine unmenschliche Art. In einer gesunden Beziehung geht es immer noch um Geben und Nehmen. Sie wissen jedoch genau, welche Knöpfe sie bei Männern drücken müssen, um nachhaltigen Eindruck zu hinterlassen.

Also, wenn du denkst, du könntest im Umgang mit Männern etwa mehr Pfeffer im Popo vertragen, dann trau dich ruhig öfter mal frech zu sein!

Viel Erfolg wünscht dir von Herzen

Deine Frau Sweet

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