Es war einmal eine emanzipierte, junge Frau ...

… Sie war hübsch, sportlich, lustig, alles andere als dumm und lernte eines Tages einen netten jungen Mann kennen, mit dem sie sich auf Anhieb verstand. Sie dateten ein paar Wochen und kamen sich im Laufe der Zeit immer näher.

Irgendwann stellte er sie erst seinen Freunden und dann sogar seinen Eltern vor. Alles war perfekt. Bis er sich mehr und mehr von ihr entfernte. Sie verstand die Welt nicht mehr, war sie doch inzwischen bis über beide Ohren verliebt in ihn.

Je mehr sie sich ihm näherte, desto mehr ging er auf Abstand. Sie fing an zu klammern. Ihm wurde alles zu viel. Eines Tages platzte es aus ihm heraus: „Du erdrückst mich mit deiner Liebe.“ Und das war der Anfang vom Ende.

Kommt dir diese Geschichte irgendwie bekannt vor?

So oder ähnlich? Eine Geschichte mitten aus dem Leben. Auch aus meinem Leben, und wie ich aus zahlreichen anderen Quellen weiß, aus dem vieler anderer moderner Frauen.

Damals hatte ich wirklich keine Ahnung, was schiefgelaufen war. Mal abgesehen davon, dass besagter junger Mann ein sehr lieber Mensch ist und sich auch immer vorbildlich verhalten hat, wir aber de facto nicht zusammenpassten.

Aber warum kommt es in Beziehungen so häufig vor,

dass erst alles vermeintlich „glatt“ läuft, nach einer Weile jedoch ins Stocken gerät?

Ich habe viele Jahre gebraucht, um zu kapieren, worauf es ankommt, um in einer Beziehung glücklich zu werden. Dabei habe ich viele Fehler gemacht. Ehrlich gesagt so gut wie fast alle Fehler, die man machen kann. Sowohl als Frau einem Mann gegenüber – aber auch sich selbst gegenüber.

Natürlich gehören immer zwei dazu, wenn eine Beziehung in die Brüche geht. Aber nur ich allein bin verantwortlich für den Teil, der mich betrifft. Den anderen Part kann ich nicht so gut beeinflussen. Wenn überhaupt. Schließlich trägt der andere Partner für sein Verhalten selber die Verantwortung. Ich habe also ausschließlich über meine eigene Verhaltensweise Kontrolle.

Eine Erkenntnis, die mich Jahre gekostet hat.

Nach ein paar gescheiterten Beziehungen habe ich schließlich angefangen, mich intensiver mit der Spezies Mann zu beschäftigen. Habe mich mit männlichen Bekannten und Freunden ausgetauscht sowie eine Reihe von Ratgebern gelesen. Weil ich nachvollziehen wollte, was ich falsch gemacht habe und weil ich wissen wollte, wie Männer in Sachen Beziehung tatsächlich ticken. Damit ich es beim nächsten Mal besser mache.

Eigentlich eine Schande, wenn man bedenkt, dass meine besten Freunde in meiner Kindheit bis ins Teenageralter ausschließlich Jungs waren. Aber das war vor der Pubertät, als es nur darum ging, wie hoch man auf Bäume klettern konnte und wie viele Fußballtore in der Pause beim Spielen geschossen wurden.

Spätestens als es nicht mehr nur um Freundschaft, sondern um die allerersten Annäherungsversuche ging, merkte ich, dass Jungs tatsächlich von einem völlig anderen Planeten zu stammen schienen als wir Mädels. Trotzdem hatte ich lange Zeit nicht die leiseste Ahnung, was ich mit dieser Feststellung anfangen sollte.

In meiner romantischen Vorstellung habe ich lange geglaubt,

dass es keinen Unterschied zwischen Männlein und Weiblein gibt – wenn man erst mal ineinander verliebt ist. Gefühle sind doch schließlich Gefühle. Egal, ob ich eine Frau oder ein Mann bin. Oder?

Die Ratschläge meiner Kumpels und sogar meines kleinen Bruders haben mir die Augen geöffnet. Beschert haben sie mir einige wertvolle Einblicke in die Motivationen und Verhaltensweisen dieser scheinbar schwer zu verstehenden Spezies Mann. Aus diesen Erkenntnissen heraus habe ich schließlich meine eigene Glücksformel für eine glückliche Beziehung gebastelt. Mit großem Erfolg!

Heute bin ich mit jemandem zusammen,

der mich wirklich und wahrhaftig liebt und mich auf Händen trägt. Seit über drei Jahren. Inzwischen weiß ich, worauf es ankommt, um in einer Beziehung glücklich zu sein. Doch der Weg hierhin war lang und schmerzvoll.

Otto von Bismarck sagte einst: „Nur der Dumme lernt aus der eigenen Erfahrung, der Kluge dagegen aus der Erfahrung anderer.“ Weil ich mich ungern als „dumm“ sehe und andere nicht beleidigen möchte, würde ich den Satz lieber umformulieren: „Der intelligente Mensch lernt aus seinen eigenen Fehlern, der weise Mensch aus den Fehlern anderer.“

Ich habe definitiv aus meinen Fehlern gelernt.

Meinen Blog widme ich daher Frauen, um ihnen Mut zu machen und meine Erkenntnisse über diese „seltsame Spezies Mann“ weiterzugeben. Damit du nicht dieselben Fehler machen musst wie ich und ein klein wenig weiser sein kannst.

Alle meine Tipps und Tricks für einen gesunden Umgang mit Männern sind mit viel Liebe recherchiert und zum Großteil selbst getestet. Natürlich fließen auch die Erkenntnisse anderer weiblicher Personen, die ich im Laufe der Jahre befragt habe, mit in meine Trickkiste.

Ich hoffe ich kann dir mit meinen Anregungen ein Stück Beziehungsglück schenken und wünsche dir viel Spaß beim Stöbern!

Deine Frau Sweet